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Alternativen zu tierischer Milch

 

Wer sich vegetarisch oder vegan ernähren möchte, kann heute auf eine Viel­zahl pflanzlicher Alter­nativen zurückgreifen. Auch Sebastian Kneipps Ernährungs­empfehlungen waren damals sehr vege­tarisch orientiert – regionales Obst und Gemüse waren die von ihm empfohlenen Grund­nahrungs­mittel. Gerade bei den Milchprodukten gibt es heute eine ganze Bandbreite an pflanzlichen Alter­nativen, wobei natürlich auf eine ausreichen­de Zufuhr von Eiweiß geachtet werden muss: Milchpro­dukte sind für viele Menschen wichtige Quellen für Proteine – neben Fleisch, Getreide, Soja, Nüssen, Grün­kern, Bohnen, Linsen, Kartoffeln oder Kichererbsen. Es gibt also auch sehr hochwertiges pflanz­liches Eiweiß – es muss nicht immer tierisches Eiweiß sein. Kneipp schätzte Milch sehr, allerdings gibt es viele Menschen, die Milch nicht oder nur in geringen Mengen vertragen – für diese wäre dann die vegetarische Ersatzmilch günstig.

 

 „Es wird ja nicht bloß Milch von Kühen gewonnen, in vielen Gegenden wird auch Schafmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch gebraucht. Die Milch kann in der Küche vielseitig verwendet werden, und wo immer dies geschieht, bringt sie einen Schatz von Nährstoffen mit.“ Sebastian Kneipp

 

*                Soja-Milch: Getränke auf Soja-Basis enthalten neben den pflanzlichen Eiweißen auch Folsäure, kein Cholesterin und deutlich weniger Fett. Der Kalzium-Gehalt ist geringer als bei Kuhmilch, weshalb einige Hersteller Sojamilch mit Kalzium anreichern. Aus Gründen des Umweltschutzes sollte auf die Herkunft geachtet werden. Aus Europa stammender Soja, möglichst mit Bio-Siegel, ist empfehlens­wert.

*                Reis-Milch: Viele Kalorien, wenig Nährstoffe. Klingt nicht unbedingt empfehlenswert, für Allergiker ist Reis-Milch allerdings eine tolle Alternative: Im Vergleich zu allen anderen Milchersatz­pro­dukten hat sie die wenigsten Allergene. 

*                Mandel-Milch: Getränke aus Mandeln enthalten relativ wenig Proteine und auch Kalzium. Allerdings sind sie reich an ungesättigten Fettsäuren, Spuren­ele­men­ten, Vitaminen und auch Ballast­stoffen. 

*                Hafer-Milch: Ist die regionale Alternative, was auch schon das Hauptargument für sie ist. Denn in Bezug auf Nährstoffe und Eiweiße kann sie mit anderen Milchersatzprodukten nicht mithalten.

 

Neben diesen vier Alternativen zu tierischer Milch gibt es noch eine ganze Reihe anderer – wie bei­spiels­weise Dinkel-, Hirse-, Buchweizen-, Lupinen-, Erbsen-, Hanf-, Haselnuss- oder Kokos-Milch. Die Inhaltsstoffe variieren dabei genauso wie der Geschmack. Ein weiterer Vorteil der pflanzlichen Alternativen, ist die Möglichkeit, diese einfach selbst herzustellen. Insbesondere für Mandel- und Hafer-Milch findet man schnell ein passendes Rezept. Generell gilt: Wer sich vegan ernähren möchte, sollte unbedingt auf ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 achten, welches fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln (auch Milchprodukte) vorkommt. Obwohl Pflanzen kein Vitamin B12 pro­duzieren können, konnte man dennoch geringe Mengen in einigen Pflanzen nachweisen (Pflanzen können durch in der Erde enthaltene Mikroorganismen Vitamin B12 aufnehmen; der Gehalt ist jedoch verschwindend gering). Fermentierte pflanzliche Lebensmittel, beispielsweise Sauerkraut bzw. andere milchsauer vergorene Gemüsearten, enthalten erwiesener­maßen geringe Mengen an Vitamin B12.

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